Die Polizei hat die ersten vier Fälle manipulierter Halloween-Süßigkeiten aufgeklärt, zwei davon in der Steiermark. Wie der ORF Steiermark berichtet, haben in diesen Fällen Kinder die Süßigkeiten teilweise selbst präpariert. Die übrigen Fälle sind Gegenstand laufender Ermittlungen.
Stand der Ermittlungen
Mit Stand Donnerstag, 5. November 2026, kannte die Polizei österreichweit 21 Fälle, sieben davon in der Steiermark. Gemeldet wurden Fälle im Raum Leibnitz, Weiz und Murtal; zuletzt kam eine Anzeige in Gleisdorf dazu. Die Ermittlungen laufen in der Ermittlungsgruppe „Treat“ des Bundeskriminalamts, die innerhalb weniger Tage die ersten Fälle klären konnte.
Von den vier geklärten Fällen liegen zwei in der Steiermark, je einer in Wien und in Oberösterreich. In drei Fällen wollten die Kinder laut Bundeskriminalamt offenbar ihre Eltern erschrecken. Im vierten Fall dürfte eine Challenge im Internet den Anstoß gegeben haben, mit der die Polizei bewusst auf eine falsche Fährte gelockt werden sollte.
Warnung vor Nachahmung
Ob weitere Vorfälle auf solche Internet-Aufrufe zurückgehen, wird derzeit untersucht. Das Bundeskriminalamt betont, jeden Fall ernst zu nehmen und genau zu prüfen; dabei müsse zwischen echten Manipulationen und bloßer Nachahmung unterschieden werden. Gleichzeitig warnt die Behörde eindringlich davor, Onlinechallenges mitzumachen oder Eingriffe in Süßigkeiten als harmlosen Scherz abzutun.
Strafrechtliche Folgen drohen laut Bundeskriminalamt jedem, der mit manipulierten Süßigkeiten andere absichtlich verängstigt oder Polizeieinsätze verursacht. In Österreich sind Jugendliche ab 14 Jahren strafmündig und können für strafbare Handlungen selbst belangt werden.
Zum Umgang mit auffälligen Funden hieß es zuvor in Medienberichten über die Ermittlungsgruppe: Verdächtige Süßigkeiten samt Verpackung aufbewahren, die Polizei verständigen und Fremdkörper wegen der Spurensicherung nicht entfernen.
Quellen
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