Politik Steiermark

Land Steiermark hebt Einkommensgrenze der Pendlerbeihilfe auf 42.000 Euro an

Die steirische Landesregierung hat am Donnerstag beschlossen, die Einkommensgrenze für die Pendlerbeihilfe um 20 Prozent von 35.000 auf 42.000 Euro brutto im Jahr anzuheben.

Luftaufnahme von Straßen, die sich durch bewaldetes Hügelland ziehen
Symbolbild Foto: Zeeshaan Shabbir / Pexels · Pexels-Lizenz

Die steirische Landesregierung hat am Donnerstag, 5. November 2026, beschlossen, den Kreis der Anspruchsberechtigten bei der Pendlerbeihilfe zu erweitern: Die Einkommensgrenze steigt um 20 Prozent von 35.000 auf 42.000 Euro brutto pro Jahr. Sie gilt für Anträge des Jahres 2026. Den Antrag stellte Soziallandesrat Hannes Amesbauer (FPÖ).

Was sich ändert

Bei 14 Monatsgehältern entspricht die neue Grenze 3.000 Euro brutto im Monat, bisher waren es 2.500 Euro. Laut Land Steiermark zählen Sonderzahlungen und Zulagen mit, die Familienbeihilfe nicht; pro Kind erhöht sich die Grenze um zehn Prozent. Das Land begründet den Schritt mit der Teuerung seit der letzten Anpassung im Jahr 2021. Die Höhe der Beihilfe selbst bleibt gleich.

Landesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) sagte, viele Pendlerinnen und Pendler seien zuletzt knapp über der Grenze gelegen und leer ausgegangen. Für das Antragsjahr 2024 gab es 527 Ablehnungen, in 450 Fällen war das Einkommen zu hoch. 277 dieser Antragstellenden lägen nach der neuen Regel unter der Grenze.

Wer die Beihilfe erhalten kann

Beantragen können sie Beschäftigte mit Hauptwohnsitz in der Steiermark, die mindestens 25 Kilometer zum Arbeitsplatz zurücklegen. Auch Personen in Umschulung und Lehrlinge, die im Internat der Berufsschule wohnen, sind anspruchsberechtigt. Je nach Einkommen, Wegstrecke und Zahl der Pendelmonate sind bis zu 389 Euro pro Jahr möglich. Der Antrag wird erst nach Ablauf des jeweiligen Kalenderjahres gestellt.

Zwei Drittel der Kosten trägt das Land, ein Drittel die Arbeiterkammer Steiermark, die auch die Abwicklung übernimmt. AK-Präsident Josef Pesserl verwies auf die gestiegenen Lebenshaltungs- und Spritkosten; die Anhebung bringe daher spürbare Entlastung.

Die Opposition reagierte zufrieden: Mit der Anhebung werde ein seit Jahren erhobenes Anliegen von SPÖ und KPÖ erfüllt, berichtet der ORF Steiermark. Der steirische SPÖ-Vorsitzende Max Lercher merkte an, bei der Höhe der Beihilfe „hinkt die Steiermark im Bundesländervergleich hinterher“.

Quellen

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