Der in Leoben ansässige Halbleiter- und Substrathersteller AT&S hat am Donnerstag, 5. November 2026, seine Ergebnisse für Juli bis September (zweites Quartal des Geschäftsjahres 2026/27) vorgelegt. Mit 681,9 Millionen Euro erzielte der Konzern den höchsten Quartalsumsatz seiner Geschichte, währungsbereinigt ein Plus von 52 Prozent. Beim Konzernergebnis steht ein Gewinn von 125,4 Millionen Euro nach einem Verlust von 7,6 Millionen Euro im Vorjahresquartal.
Kennzahlen des Halbjahres
Das EBITDA legte laut Unternehmensmitteilung im Quartal um 152 Prozent auf 244 Millionen Euro zu, die Marge betrug 35,8 Prozent. Für das erste Halbjahr weist AT&S einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von 46 Prozent auf 1.231 Millionen Euro aus. Der Konzerngewinn der ersten sechs Monate beläuft sich auf 166,2 Millionen Euro; ein Jahr zuvor stand dort ein Verlust von 63,5 Millionen Euro. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 45 bis 55 Prozent bei einer EBITDA-Marge zwischen 32 und 37 Prozent.
Als wichtigsten Treiber nennt AT&S die große Nachfrage nach Bauteilen für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Konzernchef Michael Mertin sagte gegenüber der APA, das Geschäft mit IC-Substraten habe sich dadurch mehr als verdoppelt; was derzeit zu sehen sei, sei „nicht mal die Spitze des Eisbergs“. Finanzvorstand Gerrit Steen verwies auf langfristige Abnahmezusagen der Kunden, die üblicherweise fünf Jahre laufen.
Standorte und Investitionen
Von den weltweit 15.657 Beschäftigten (Stand Ende September) arbeiten 2.240 am Standort Leoben-Hinterberg und 440 in Fehring. Mertin zufolge ist die Personalsuche in Österreich wegen der hohen Anforderungen schwierig. An beiden Standorten investiert das Unternehmen in Leistungselektronik, Co-packaged Optics und Minitransformatoren, da einfache Serienfertigung in Europa laut Mertin nicht mehr wettbewerbsfähig sei.
Eine Dividende für das laufende Geschäftsjahr stellt der Vorstand erneut nicht in Aussicht, vorrangig soll das Eigenkapital wachsen. Ob auf zwei neu erworbenen Grundstücken Werke für Accelerator Boards und Substrat-Cores entstehen, soll im ersten Halbjahr 2027 entschieden werden.
Quellen
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