Am Donnerstag, 5. November 2026, hat die in Graz ansässige Gesellschaft für Österreichisches Deutsch (GSÖD) bekanntgegeben, welche Begriffe für das „Wort des Jahres 2026“ zur Wahl stehen. Online abgestimmt werden kann bis einschließlich 1. Dezember, die Gewinnerinnen und Gewinner gibt die GSÖD am 3. Dezember bekannt. Die Liste umfasst Kandidaten in mehreren Kategorien: Wort, Unwort, Jugendwort sowie Spruch und Unspruch des Jahres. Erläuterungen zu den einzelnen Begriffen stellt die Gesellschaft ebenfalls online bereit.
Die Kandidaten
Im Rennen um das Wort des Jahres sind unter anderem „Hitzesommer“, „Hydration Break“, „Österreichaufschlag“, „Schlapfenradius“ und „Koralmbahn“. Mit „Österreichaufschlag“ sind Preisaufschläge gemeint, durch die identische Markenprodukte in Österreich mehr kosten als etwa in Deutschland. Der „Schlapfenradius“ ist ein Umkreis, der sich in Hausschuhen zu Fuß erreichen lässt.
Für das Unwort des Jahres wurden unter anderem „Klimahysterie“, „Lifestyle-Teilzeit“ und „Remigration“ aufgenommen. „Lifestyle-Teilzeit“ geht auf eine Aussage von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) zurück, die laut ORF Steiermark eine heftige Debatte auslöste.
Jugendwort, Spruch und Unspruch
Beim Jugendwort reicht die Auswahl von „Du bist gut genug“, dem Refrain eines Songs, der sich im Frühling in sozialen Netzwerken verbreitete, über „bodenlos“ bis „dayummm“. Für den Spruch und den Unspruch des Jahres stehen jeweils drei Zitate zur Abstimmung. Unter den Kandidaten für den Unspruch ist eine Aussage von Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) zur Kinderbetreuung, für die er sich später entschuldigte.
Im Vorjahr war „Elch Emil“ zum Wort des Jahres gewählt worden, „Rabattpickerl“ zum Unwort und die Zahlenfolge „6 7“ zum Jugendwort.
Die Abstimmung läuft in allen Kategorien bis zum 1. Dezember. Die Ergebnisse will die GSÖD am 3. Dezember in Graz bekannt geben.
Quellen
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